ÄSTHETIK IM
STADTBILD

DAS GESAMTBILD PRÄGEND

Heutzutage sollte meiner Ansicht nach sehr dringend wieder Wert auf Feinheiten gelegt werden. Denn Feinheiten sind kleine Kostbarkeiten, die das gesamte Dasein sehr wertvoll verändern können. Das Handeln mit Feingefühl, nicht nur in Bezug auf Sprache und unsere zwischenmenschlichen Gesten, sondern auch was die Gestaltung unseres Lebensraumes anbelangt, bringt Menschen und Tieren, Städten und Ortschaften eine „Wertschätzung“ entgegen. 

Unsere Natur ist einfach das Filigranste und Vollkommenste, was es gibt. Greifen wir Menschen gestalterisch ein, so sollten wir stets bedenken: Eine „sensible“ Auswahl von Haupt- und Akzentfarbe, Form, Material, Struktur und Haptik und ein ästhetisches Zusammenspiel dieser Elemente lassen Naturlandschaften, Städte und Räume authentisch, angenehm und hochwertig wirken und „unterstreichen“ deren ursprünglichen Charme und Charakter.

Eine hohe Aufenthaltsqualität entsteht dort, wo die Dinge sehr natürlich und anmutig miteinander im Einklang sind.

Dazu zählt die Architektur von Bauten und Elementen aller Art und deren materielle, farbliche und formale Beschaffenheit und Oberflächenstruktur, die Gestaltung der Straßen- und Bodenbeläge, der Verkehrsinseln, der Eingangsbereiche, Vorgärten, Terrassen und Freiflächen wie z. B. Parkplätze oder großflächige Fassaden, die Art der Beschilderungen, diejenige der Stadtbepflanzung und Begrünung, die saisonale Dekoration und – ganz wesentlich – auch die Art und Inszenierung der Straßen-, Häuser- und gesamten Innenstadt-Beleuchtung.